Akupunktur

Akupunktur

Akupunktur (von lat. acus = Nadel, pungere = stechen) ist eine Behandlungsmethode der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), die es seit Jahrtausenden gibt. Mithilfe von winzigen Einmalnadeln versucht der Akupunkteur, Yin-Yang Disharmonien auszugleichen, somit Krankheiten zu heilen, Schmerzen zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern.

Die Einstichpunkte liegen über den gesamten Körper verteilt auf sogenannten Energiebahnen.

Nach Ansicht der TCM fließt in diesen Leitbahnen/Meridianen die körpereigene Energie (Qi), die wiederum das Blut bewegt und alle Organe nährt. Durch die Punktion wird der (Qi)-Fluss angeregt und reguliert. Blockaden und Störungen lösen sich auf und Balance im Organismuserzielt.

Im Verständnis der modernen Hochschulmedizin handelt es sich bei den Akupunkturpunkten um besonders gut stimulierbare vom Nervensystem versorgte Gebiete der Haut, Gefäße, Bindegewebe/Faszien, Muskulatur und Sehnen, Knochenhaut. Damit wird die Akupunktur entmystifiziert und wissenschaftlich plausibel.

Der Nadelreiz wirkt dabei u.a. über das Nervensystem (zentral, peripher, vegetativ) regulierend auf Funktionsabläufe im Gewebe. Über Hemmung der Weiterleitung von Schmerzsignalen und vermehrte Bildung von morphinartigen Substanzen wirkt Akupunktur schmerzlindernd, über das Hormonsystem stimmungsaufhellend, auf das Gefäßsystem zirkulationsfördernd, auf die Muskulatur und fasziale Bewegungsketten Tonus ausgleichend, auf das Immunsystem immunmodulierend. Das „Nadeln“ aktiviert und stärkt die körpereigenen Selbstheilungskräfte und hilft so, die Gesundheit zu erhalten bzw. Krankheiten zu lindern oder zu heilen.

Meist genügen bei akuten Erkrankungen einige wenige Akupunktursitzungen, bei chronischen Krankheiten können aber deutlich mehr Behandlungen notwendig sein – je nach Krankheitsbild und körperlicher Verfassung des Patienten.

Neben chinesischem und japanischem Akupunkturstil sowie Ohrakupunktur kommen Moxibustion und Techniken aus Akupressur und Tuina zum Einsatz.